
Sechs Glascontainer sind bemalt
von Klaus Gras
Für die Organisatoren von Sauberes und buntes Kehl waren die rund 40 Monate Vorlaufzeit eine Geduldsprobe. Von der Idee alle sechs Glascontainer in Kork zu bemalen, zeigte sich die Schulleiterin Bettina Maria Herr vom Oberlin-Schulverbund aufgeschlossen. Aber erst die dritte Ansprechpartnerin, Margaryta Miskevych setzte sich final für die Fertigstellung ein.
Die Finanzierung war dagegen rasch in trockenen Tüchern. Marc Needell vom Gasthaus Hirsch sagte spontan zu, 50 % der Kosten zu übernehmen. Genauso schnell sagte Ortsvorsteher Armin Lubberger zu, die übrigen Kosten von der Ortschaft zu übernehmen.
Insgesamt waren sechs Schülerinnen und Schüler an diesem Projekt beteiligt. Die Motive gingen über den TGV/ICE, bei dem zu sehen ist, dass die Flaschen den Weg zum Glascontainer gehen. Die Botschaft, dass Glas nicht ins Meer zu werfen ist, ziert ein anderer Glascontainer, die Container sind alle künstlerisch frei gestaltet.
Nun bleibt zu hoffen, dass der Platz um die Glascontainer müllfrei bleibt.
Fotos : Elfriede Gras
Gruppenfoto: v.l.n.r. – Ortsvorsteher Armin Lubberger, Marc Needell, Rolf Hauer von der Bürgerstiftung Kehl, Ulf Behringer und Klaus Gras von Sauberes und buntes Kehl, die Lehrerin Margaryta Miskevych und fünf der sechs Schüler vom Oberlin-Schulverbund.
TGV und die Glasflaschen
Glas gehört nicht ins Meer
Die Preisträger der Aktion „Richtige Mülltrennung“ wurden im Rahmen des Kehler Messdi auf der Hafenbühne ausgezeichnet. Aufgabe der Teilnehmer war es, 40 Stoffe theoretisch in den richtigen Müllbehälter einzusortieren.
Die Initiativgruppe „Sauberes und buntes Kehl“ prämierte die Preisträger der Aktion „Richtige Mülltrennung“. „Eine saubere Aktion“, freute sich Susanne Huber von der Abfallwirtschaft Ortenau, als am Messdi-Freitag auf der Hafenbühne zehn Preisträger des Preisausschreibens „Richtige Mülltrennung“ ausgezeichnet wurden.
Sie selbst fungierte als Losfee für hoch dotierte Geldpreise, abgestuft zwischen 300 und 50 Euro, gesponsert von der Bürgerstiftung Kehl. An der Prämierung nahm auch Karl Haase als Vorsitzender des Stiftungsrates teil. Beim Entwurf des Preisausschreibens durch Karl O. Roth, Ulf Behringer und Klaus Gras als Mitglieder der Initiativgruppe, wirkte Susanne Huber als Fachfrau und Spezialistin mit. Müllbeseitigung und Mülltrennung stehen im Fokus der Abfallwirtschaft Ortenau, sind jedoch auch Kernaufgaben einer umweltbewussten Erziehung für alle Bürger. Insofern durften am Preisausschreiben Schüler aller Kehler Schulen teilnehmen und ein Fragenblatt ankreuzen für das richtige Einsortieren von 40 Beispielen in die grüne Tonne, die graue Tonne, den Gelben Sack, den Altglas-Container oder den Sondermüll.
Keine leichten Aufgaben, denn von 109 teilnehmenden Schülern aus sechs verschiedenen Schulen waren nur neun richtige Lösungen dabei, die Susanne Huber aus der Lostrommel zog. Und in einem zweiten Losgang wurde der zehnte Gewinner ermittelt aus einer zweiten Gruppe mit nur einem geringen Fehler. Dass dabei der Oberlin-Schulverbund sechs Preisträger stellte, war nicht verwunderlich in Anbetracht einer relativ hohen Teilnahme, aber auch die Grundschulen Guggenmos und Sundheim stellten Preisträger, ebenso die Hebelschule.
Die Aktion war in jedem Fall ein Gewinn: Auch wer keinen Preis gewonnen hat – alle haben viel darüber gelernt, die Umwelt zu schützen.